Unser Medienkonzept           

                                                                                     (Stand November 2017) 

Die Diskussionen in der Bildungspolitik um die neue Schlüsselqualifikation der Medienkompetenz für ein lebenslanges und lebensbegleitendes Lernen haben wir seit 2005 konsequent verfolgt. Gerade die Grundschule bietet durch ihren fächerübergreifenden Ansatz eine ideale Ausgangslage, um medienkompetentes Handeln in den Lern-, Lebens- und Handlungsraum der Schüler einzuführen.

Fast jedes Kind, welches in die Grundschule kommt, bringt heutzutage Vorerfahrungen mit Neuen Medien mit. Unser Ziel soll sein, durch die Arbeit mit den Medien unsere Grundschulkinder in den Schlüsselqualifikationen Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit, Kreativität, Selbstständigkeit, Medienkompetenz sowie in der Fähigkeit zu vernetztem Denken zu fördern und anzuleiten. Besonders die Einbindung des PCs in den Alltag und die Vernetzung mit den bereits länger bekannten „alten“ Medien (Bücher, Fernsehen, Film, OHP etc.) soll während des Unterrichts geschehen. 

 

Medienziel 

Lernen mit Medien“ zielt auf die Verbesserung des fachlichen Lernens und unterstützt das selbstständige Lernen, indem Medien von Schülern zur Veranschaulichung von Unterrichtsinhalten, zur aktiven Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten und zur Recherche und Informationsbeschaffung (z.B. Internet) genutzt werden.“

Lernen über Medien“ meint einen zweiten Aspekt des Medieneinsatzes. Kompetenter Einsatz von Medien im Unterricht fragt nicht nur nach dem fachlichen Inhalt, sondern hinterfragt auch die Medienbotschaften und schult damit den sachgerechten, selbstbestimmten, kreativen und sozial verantwortlichen Umgang mit diesem.

Während der vier Grundschuljahre sollen die Schüler ihre Kompetenzen im Umgang mit Medien in folgenden Bereichen entwickeln und schulen:

1. Erwerb von Wissen über Medien    

Handhabung von verschiedenen Medien, Herstellung und Verbreitung von Medien

Kriterien der Auswahl der eigenen Mediennutzung reflektieren

2. Gestaltung mit Medien

Gestaltung von Bilderbüchern, Fotodokumentationen, Klassentagebüchern, Plakatgestaltungen

3. Analyse und Bewertung von Medien

Sprache der Medien verstehen und Inhalte einschätzen lernen

Dies kann besonders durch die Einbindung mit den Neuen Medien geschehen. Daher sieht an unserer Schule die Umsetzung der Medienerziehung wie folgt aus:

Klasse 1/2:

Von Anfang an werden die Schüler nach und nach in kleinen Gruppen

(Förderunterricht, Arbeitsgemeinschaften) in die Arbeit mit dem Computer eingeführt. Dabei lernen sie ein oder mehrere der unten aufgeführten Programme kennen.

In der zweiten Klasse wird auf die Kenntnisse aus dem ersten Schuljahr aufgebaut. Die Kinder erlangen zunehmend Sicherheit im Umgang mit dem Computer. Um den Bücheraustausch der Schüler untereinander zu fördern und gegenseitig Leseempfehlungen zu ermöglichen, erfolgt eine allgemeine Einführung in das Leseprogramm Antolin. Der PC wird gezielt in den offenen Unterrichtsphasen, z. B. im Wochenplan eingesetzt. Auch im Förderunterricht kann er zum Einsatz kommen.

      Ziele:

  • Kennenlernen von Regeln am Computerarbeitsplatz
  • Teile des Computers benennen können
  • Einführung  in den Umgang mit der Maus
  • Einführung  in die Arbeit mit dem Programm Tintenklex
  • Einführung  in das Leseprogramm Antolin
  • Einführung  in das Matheprogramm Mathepirat

  • Einrichtung einer AG einfache Textverarbeitung in Word, erste Schritte in      Zeichenprogrammen
  • Einführung  in die Recherche im Internet zu Unterrichtsthemen mit kindgerechten      Suchmaschinen (z. B. blinde-kuh, kids-web.de, internet-abc.de, u. ä.)

Klasse 3/4

Die Schüler vertiefen ihre Kenntnisse in Word.

     Ziele:

  • Vergleiche  Klasse 1 und 2
  • Einführung  in die Textverarbeitung im Bereich des Deutschunterrichtes
  • vertiefende Kenntnisse der Textverarbeitung: multimediale Texte erstellen (z.B. für Dokumentationen von schulischen Aktivitäten, Klassentagebücher, eigene Märchenbücher)
  • E-Mail-Kontakte, differenzierte Recherche übers Internet / eine eigene Homepage der Schule pflegen

  • Lernen von Speicherprozessen

Die Wartung und das Aufspielen von Programmen darf ausschließlich von der Citkomm durchgeführt werden. 

 

Aktuelle Ausstattung der Schule

Alte Medien:

  • Fernseher  mit Video- und DVD-Player
  • Ein tragbarer OHP in jedem Klassenraum
  • Musikanlage inkl. Mikrofon in der Turnhalle
  • Klassenbüchereien
  • Schulbücherei  (Leseparadies)
  • Lehrerbücherei
  • Klassenlektüren
  • DVDs und CDs für spezielle Unterrichtthemen

Neue Medien:

  • 9 internetfähige Computer und 2 netzwerkfähigen Druckern
  • 1 Laptop pro Klassenraum mit WLAN-Funktion
  • 1 Beamer
  • Jährliche  Schullizenz für Mathepirat und Antolin
  • Lernprogramm Tintenklex

 

Einsatz im Schulalltag

Der klasseninterne Laptop wird als Übungs- und Schreibgerät eingesetzt. Softwareprogramme sind vorhanden und teilweise fest installiert. Seit Beginn 2016 steht in jeder Klasse ein Laptop. Der bereits bestehende Computerraum im Obergeschoss unserer Schule wurde nach und nach renoviert und modernisiert. Seit 2016 verfügen alle Computer über einen WLAN-Anschluss.

Der Laptop wird im Klassenraum als differenzierendes Medium in die Freiarbeit, den Wochenplan oder den Projektunterricht integriert. Durch die geringe Anzahl können immer nur 1-2 Schüler gleichzeitig während Arbeitsphasen am Laptop Übungen im Klassenraum durchführen. Dies erfordert einen Absprachen- bzw. Einsatzplan für den Computer, an dem sich die Schüler orientieren.

Um der Umsetzung zur Föderung der Medienkompetenz in der Grundschule gerecht werden zu können, wäre hier eine Aufstockung von Laptops bzw. die Anschaffung von Laptop-Wagen für jede Etage erforderlich. Optimal wäre eine Lösung mit jeweils einem Laptop-Wagen pro Jahrgang.  

Durch die höhere Anzahl von PCs im Computerraum könnte hier auch eine größere Lerngruppe gleichzeitig am Computer unterrichtet werden. Auch könnten neue Programme besser für alle Kinder gleichzeitig präsentiert bzw. erprobt werden.

In den Computer-AGs werden grundlegende Anwendungsübungen vertieft und Lernprogramme vorgestellt. Schreibprogramme, Übungen an der Tastatur, Drucken und auch Internetrecherche werden geübt.

Der Computerraum steht insbesondere auch Förder- und Fordergruppen offen. Entsprechende Lern- und Übungssoftware ist vorhanden (z. B. Tintenklex) Im Förderunterricht kann so jedes Kind nach seinem Leistungsvermögen an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten. Gerade die Tintenklex bietet hier zahlreiche Übungsmöglichkeiten im Fach Deutsch, bei denen der Lehrer auch den Lernfortschritt überprüfen kann.

Seit 2008 hat der Schulträger für alle Hemeraner Grundschulen eine Lizenz für das online-Portal Antolin erworben. Antolin ist ein innovatives Portal zur Leseförderung von der ersten bis zur zehnten Klasse.
Die Schüler lesen ein Buch und beantworten dann interaktive Quizfragen zum Inhalt.  Alle Klassen unserer Schule sind dort angemeldet. Die Schüler arbeiten mit Unterstützung der Klassenlehrer/innen an diesem Portal und tauschen sich teilweise sogar über Email mit ihnen aus.

Perspektiven

  • Laptopwagen auf jeder Etage
  • Anschaffung von weiteren Laptops, einem  Fernseher und CD-Playern
  • Möglichkeit zum Ausdrucken von Schülerarbeiten
  • Bereitstellung eines mobilen Smartboards für den Einsatz in der oberen Etage, Einsatz im Unterricht im Musikraum und Computerraum sowie auch im Lehrerzimmer für alle medialen Erfordernisse.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Kolleginnen und Kollegen die folgenden Ziele durch den Einsatz von internetfähigen Computern in den Klassenräumen erreichen wollen:

  • Medienkompetenz erhöhen
  • Selbstbestimmtes Lernen ermöglichen
  • Wissen erweitern
  • Individualisierung
  • Differenzierung
  • Präsentation
  • Teilnahme an allen medialen Medien
  • Automatisierung der
  • Recherchearbeit
  • Visualisierung

Damit der Computer von allen Kolleginnen im Unterricht eingesetzt werden kann, verfügen alle Lehrkräfte über Grundkenntnisse in der Arbeit mit dem Computer und beherrschen die einzelnen Schülerprogramme, damit sie den Kindern ggf. weiterhelfen können.